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Terrarien-Innenausbau |
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Einleitung Lange habe ich darüber gegrübelt, wie ich am besten ein Terrarium baue bzw. einrichte. Das einfachste war bisher, ein fertiges Glas-Terrarium mit einem Hintergrundbild zu versehen, Bodensubstrat einzustreuen, und ein paar mehr oder weniger schöne Einrichtungsgegenstände auf dem Boden zu verteilen. Meist kommt dabei optisch immer das selbe heraus, und die relativ große Menge an Bodensubstrat tut ihr übriges. Die Tiere sind permanent vergraben und ein Wechsel entsprechend aufwendig. Nachdem ich nun einige Zeit Informationen gesammelt habe, faßte ich den Entschluß, ein Terrarium-Einrichtungsprojekt zu starten. Meine Erfahrungen damit stelle ich nun hier zur Verfügung. Viel Spaß beim Nachbau ! |
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Terrarium Mit dem Terrarium selbst möchte ich mich hier nur kurz befassen. Als Basis kann man handelsübliche Glas-Terrarien verwenden oder Selbstbau-Terrarien. Ich habe ein Alu-Profil-System verwendet, welches mit beschichteten Holzplatten und Glas bestückt wurde. Man sollte sich allerdings vor dem Kauf der Profile erkundigen, wer einem den Rest (Holz, Glas, Schiebeprofile etc.) preiswert anbieten kann. Hat man einen teuren Glaser, dann kann so ein Terrarium leicht teurer werden, als ein fertig gekauftes. Vorteil ist allerdings, daß man in individuellen Abmessungen bauen kann.
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Materialien Man benötigt nicht viele Materialien, um eine individuelle Einrichtung eines Terrariums herzustellen. Wichtig ist allerdings, daß man umweltfreundliche und lösungsmittelfreie Materialien und Farben verwendet, die auch für Innenräume geeignet sind. Styropor (für viele Zwecke reicht gesammeltes Verpackungsmaterial) Fliesenkleber flex für Aussen und Innen (25 kg) Tiefgrund-Imprägnierung Fassaden- und Abtönfarben
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Werkzeuge Idealerweise sollten einige Werkzeuge zur Verfügung stehen: Lötbrenner zur Styropor-Verformung Messer oder Säge Zollstock Große Pinsel in verschiedenen Größen Kleine Eimer
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Bearbeitung Vor der handwerklichen Arbeit kommt natürlich die sehr wichtige Planungsphase. Da es sich um eine fest mit dem Terrarium verbundene Einrichtung handeln soll, ist es um so wichtiger, zu bedenken, welche und wieviele Tiere in dieser Einrichtung wohnen sollen. Wo sollen sie sich verstecken, wo sollen sie klettern, wo sollen sie sich eingraben. Dies alles läßt sich wunderbar manipulieren. Meine Vorgaben sahen etwa so aus: 3 Weibchen sollten Platz haben. 3 Kunst-Fels-Höhlen als Versteck 1 Sonnenplatz 1 Swimming-Pool 1 Rückwand im Mauer-Look 2 Vertiefungen für Bodensubstrat Nachdem ich mir über die Aufteilungen und Positionierung im Terrarium klar bin, beginnt die handwerkliche Arbeit. Die gewünschten Elemente werden aus dem Styropor geschnitten umd mit dem Lötbrenner in Form gebracht. Die Auswirkungen der Flamme auf das Styropor testet man am besten mit einigen Reststücken. Bei der Formung ist auch zu berücksichtigen, daß die Fliesenkleberschicht etwa 0,5 bis 1 cm auftragen wird. Die vorgefertigten Teile werden nun einmal zur Probe im Terrarium positioniert. Da erhält man schonmal einen groben Eindruck und kann eventuelle Planungsfehler in dieser Phase noch korrigieren. Dann wird die erste Schicht Fliesenkleber mit einem Pinsel aufgetragen. Dazu den Fliesenkleber in recht steifer Konsistenz anrühren. Fest im Terrarium zu installierende Teile können direkt mit der ersten Schicht eingeklebt werden. Dabei sehr sorgfältig vorgehen, damit keine unbeabsichtigten Schlupflöcher entstehen. Höhlen immer 2-teilig aus Basis und Deckel bauen, damit jederzeit Zugriff oder Reinigungsarbeiten möglich sind. In meinem Terrarium habe ich das Höhlenunterteil und den Sonnenplatz fest eingeklebt. Die Bodenplatten habe ich großzügig ausgeschnitten, das spart Bodensubstrat und reduziert die Eingrabemöglichkeiten für die Tiere. Es ist so auch kein Unterkriechen der Höhle oder des Sonnenplatzes mehr möglich.
Bewegliche Teile sind zunächst einseitig zu bestreichen, nach dem Trocknen folgt die zweite Seite. Dabei sind immer die sehr langen Trocknungszeiten zu berücksichtigen. Bei der Schichtstärke läßt sich eine Rißbildung stellenweise nicht vermeiden. Das ist nicht weiter schlimm und kann mit der folgenden, etwas dünneren Schicht Fliesenkleber wieder verdeckt werden. Durch lose, übereinandergelegte Kunststeine entstehen mahrfache, leicht zugängliche Höhlen.
Sind alle Teile ausreichend durchgetrocknet, folgt der Tiefgrund-Anstrich. Das dichtet die Fliesenkleber-Schicht zusätzlich ab.´
Danach kommt der Anstrich mit Fassadenfarbe in den gewünschten Abtönungen.
Fertig ! Und den Tieren gefällt es. Und es ist so praktisch, wie ich es mir vorgestellt habe. Nur mit der Farbe habe ich noch nicht meinen Geschmack getroffen. Das werde ich nach einigen Bewährungswochen korrigieren. Aber !!! Es gibt auch unbeabsichtigte Konsequenzen. Auf die Kletterwand scheinen die Tiere nur gewartet zu haben. Auf jeden Fall machen die Tiere sich einen Spaß draus, in den Fugen der Mauer entlangzukriechen. Und bei den akrobatischen Kunststückchen kommen sie hin und wieder gefährlich nahe an die Beleuchtung, die also noch abzuschirmen wäre.
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